Parashop Kössen

Gerald Gold

Gerald Gold

Gewinner Bordairrace Gesamtwertung 2019

X-Pyr Teilnehmer 2018

X-Alps Teilnehmer 2015

Hike and Fly war für mich einer der Gründe mit dem Paragleiten anzufangen. Die Vorstellung einfach mit seiner Ausrüstung auf einen Berg gehen zu können und zu starten hat mich vor meinem ersten Kurs schon fasziniert. Allerdings waren die Ausrüstungen in meinen ersten Flugjahren noch zu schwer und so blieb es bei ganz wenigen Touren.

So kam ich zum normalen Wettbewerbsfliegen. Ich finde es hat immer einen Reiz an Wettbewerben teilzunehmen, wenn man in einer Sportart ein bisschen ein Niveau erreicht hat.

Damals hatte ich auch noch nicht viel Flugerfahrung, vor allem was das Streckenfliegen betrifft. Mehr als eine Handvoll Flüge bis 40km waren es sicher noch nicht. Aber so wichtig ist das auch nicht, wenn man nicht mit der Einstellung anfängt gleich vorn mit dabei sein zu müssen. Viel wichtiger ist, dass man Spaß an der Sache hat und sie als Chance sieht viel zu lernen. Das tolle beim Wettkampffliegen ist, dass immer jemand vor einem ist, der es ein bisschen besser macht als man selbst. So kann man immer von den Vorausfliegenden lernen. Nicht zu vergessen die Tipps die man vor und nach einem Task von den Erfahrenen Leuten bekommt.

Als dann die Bordairrace Serie ins Leben gerufen wurde war es für mich klar, da dabei zu sein. Nun waren auch die Ausrüstungen leicht genug um damit auf Berge zu gehen.

Beim Bordairrace brauchte ich auch 2-3 Jahre um Erfahrung zu sammeln. Vor allem was die Distanzen betrifft, die ich zu Fuß zurückgelegt habe hat es einige Zeit gedauert. Aber wenn man erst ein paar Mal dabei war gewöhnt man sich an längere Distanzen. War ich anfangs schon über 60 km Laufstrecke sehr glücklich, so sind heute 100 km und mehr keine Seltenheit mehr. Das ganz besondere an diesem Bewerbsformat ist für mich die Taktik. Man muss ständig überlegen, wie weit man noch fliegen und gehen kann. Das macht es nicht nur zu einem körperlichen Erlebnis, sondern fordert gleichzeitig geistig und vorab zu planen hat sich ebenfalls als sinnvoll erwiesen. Und das alles in der Kombination aus Wandern und Fliegen!

Man kann nicht sagen ob die Flugskills oder die Laufleistung wichtiger ist, weil das von Event zu Event verschieden ist. Bei schlechten Flugbedingungen ist klarerweise die Laufleistung von großer Bedeutung, aber auch der Routenwahl kommt dann große Bedeutung zu. Bei durchschnittlichen Bedingungen sind es die eindeutig die Flugskills. Wer aus einem schwachen einen guten Flug machen kann hat deutlich bessere Karten. Sind die Bedingungen sehr gut, fliegen viele weit, dann werden die Einschätzung des 2. Tages und Möglichkeiten des Gehens in der Nacht zu den entscheidenden Faktoren.

Dank dem Sieg beim Crossalps 2013 kam ich 2015 auch zum X-Alps. Zweifellos mein größtes Abenteuer dieser Art bisher. Nicht nur was das Rennen an sich betrifft, sondern auch die Vorbereitungszeit war eine ganz spezielle Erfahrung.

Auf die Bordairrace Saison 2019 bin ich wirklich stolz. Ich konnte mich immer in den Top 5 klassieren und dabei waren wirklich alle Fähigkeiten gefordert. Beim ersten Bewerb in Aschau war es vor allem ein sehr guter Flug am ersten Tag, der kein sehr guter Flugtag war. Beim zweiten Bewerb in Gaschurn war dann meine Laufleistung wirklich gut. Beim letzten Bewerb war vor allem die mit meinem Supportern Rene und Johannes entwickelte Taktik der Schlüssel zum Erfolg.

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