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Andreas Viehböck

Andreas Viehböck

Selbsständig: Bike Trainer u. Elektrotechnik, In Ausbildung zum  Fluglehrer,

32 Jahre, Wohnt in Gmunden

Sopi seit 2017, Tandempilot seit 2019

Teilnahmen und Erfolge:

3mal Dolomitenmann Top 30

3 Platz Erzberg Extrem Glide& Climb

3 Platz Achensee Extrem 

2018 1Rang Bordairrace Serie Rookie

2019 3 Rang Bordairrace Aschau 

Andreas, schön dass du dir Zeit nimmst uns über deine Erlebnisse und Erkenntnisse als Supporter von Team AUT 1 der Red Bull X-Alps Challenges zu berichten Andreas! Was sind in deinen Augen klassische Grenzbereiche in die man oder du bei solchen Bewerben wie den Red Bull X-Alps geraten kann? Wie stark schwingen mentale Komponenten mit?

Als ich 2013 zufällig zeitgleich zu Fuß während dem Red Bull X-Alps Race am Dachstein Gebirge unterwegs war, kam ich überhaupt zum ersten Mal mit dieser faszinierenden Sportart in Berührung. Dies brannte sich für immer in mein Gedächtnis ein und ich behielt es fortan immer im Hinterkopf. Jahre später erst machte ich den Paragleitschein und wurde 2017 zufällig gefragt, ob ich Interesse hätte bei den X-Alps als Supporter unterstützend tätig zu werden – was ich natürlich tat! Danach wurde in mir ein starkes Feuer entfacht und ich begann selbst Hike & Fly Wettkämpfe zu absolvieren und zu bestreiten, mit dem Ziel einmal selbst am Start zu stehen.

So habe ich mich sukzessive hochgearbeitet! 2017 Funktion als Tempomacher und Wasserträger, 2019 Funktion als Planer mit der Kernaufgabe, Optionen der Lauf- und Flugstrecken zu erstellen und diese schnellstmöglich Paul Guschlbauer zu liefern. Dadurch konnte ich wirklich unzählige Erfahrungen sammeln und den bestmöglichen Einblick in die gesamten Vorbereitungen und den Ablauf des Wettbewerbs gewinnen.

Generell kann wirklich jeder Supporter bei Bewerben dieser Größe und Ausmaße an seine Grenzen stoßen. Nicht nur die ganzen Vorlaufzeiten für so einen Wettkampf sind sehr herausfordernd und zeitaufwendig in der Konzeption und Planung, es fordert einen auch körperlich und geistig sehr. Als Wasserträger allein legt man im Schnitt mehrere Tausend Höhenmeter und zahlreiche Kilometer zurück. Pro Tag schläft man nur ca. 3 bis 4 Stunden, dazu kommt noch – und das ist vermutlich das Schlimmste, dass man ständig voll übermüdet und erschöpft im Straßenverkehr unterwegs ist. Das sind bei einem X-Alps Event gleich mal 4 bis 5000 km, die man mit dem Auto runterspult.
Das Wichtigste als Supporter ist jedoch den Fokus in keiner Situation zu verlieren und immer das Optimalste und Beste für den Athleten herauszuholen – mit Maß und Ziel zu Pushen.
Hike & Fly Events sind absolut kein Glücksspiel! In dieser Sportart steckt viel hartes, körperliches Training, ausgeprägtes flugtechnisches Know-How mit viel Wissen über Taktik, Wetter und Navigation. Eines der wichtigsten Komponenten eines solchen Wettkampf ist sicherlich das kompetente Team das am Platz und richtig gut ortskundig ist. Diejenigen die stets objektiv und schnell wichtige Informationen liefern, Pläne, Optionen und Gegebenheiten prompt adaptieren und zur Verfügung stellen.

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