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Dienstag, 07. September 2010

Protektorwirksamkeit des Wendegurtzeuges Voyager Plus

Der DHV führte Tests bezüglich der Funktionalität der Protektoren an Wendegurtzeugen durch. Dies hat die Firma Woody Valley angeregt, selber auch die Eigenschaften der Protektorwirksamkeit des Gurtzeuges Voyager Plus zu untersuchen.
Die Ergebnisse unserer Versuche bestätigten die hohe Schutzwirkung des Staudruckprotektors vom Voyager Plus.
Zu den einzelnen Versuchen ist zu sagen, dass sie auf der Fallanlage von Woody Valley durchgeführt worden sind. Woody Valley hat als einziger Hersteller in seinem Testlabor exakt die gleiche Fallanlage wie der DHV und die EAPR und verwendet auch die gleiche Software zur Erfassung und Auswertung der Messdaten.

Es wurden folgende Falltests durchgeführt:

  1. Airbag vorgefüllt und 5 sec nach der Trennung vom Füllgebläse fallen gelassen

    1. Mit eingebautem Rettungssystem

    2. Ohne eingebautes Rettungssystem

  2. Airbag ohne Vorfüllung (erst Eingedrückt und dann leicht aufgeschüttelt: siehe Video)

    1. Mit eingebautem Rettungssystem

    2. Ohne eingebautes Rettungssystem

Folgende Ergebnisse wurden gemessen für den Voyager Plus Protektor

  1.  

    1. 22,45 g

    2. 22,05 g

  2.  

    1. 23,25 g

    2. 49,90 g

 

Fazit: Der Protektor erfüllt seine Funktion und erzielt solange er gefüllt ist, unabhängig davon ob ein Rettungssystem eingebaut ist, exzellente Verzögerungswerte.
Ist kein Rettungsgerät moniert, dann ist eine gute Verzögerung erst gegeben wenn der Protektor gefüllt ist.
Es stellt sich allerdings die Frage, wann es, außer beim Probieren des Gurtzeuges in einer Gurtzeugaufhängung, zu dieser Situation kommen kann?
Wird der Rettungsfallschirm während des Fluges ausgelöst, dann ist der Protektor bereits gefüllt und ein primärer Sturz auf dem Rücken durch die hohe Aufhängung der Verbindungsleine sehr unwahrscheinlich.
Sollte der Retter beim Start herausfallen, dann wird der Protektor bereits durch der Startvorgang angeblasen und da die Füllung sehr schnell erfolgt, ist dieser sicher zumindest schon vorgefüllt, wodurch der Protektor schon seine Funktionalität erreicht.

Der DHV testete ausschließlich Wendegurtzeuge. Um einen Vergleich zu einem nicht-Wendegurtzeug zu haben, hat Woody Valley zusätzlich die gleichen Versuche an einem Velvet 2 mit Schaumprotektor durchgeführt.

Folgende Ergebnisse wurden an dem Velvet 2 Protektor gemessen:
Mit eingebautem Rettungssystem 27,40 g
Ohne eingebautes Rettungssystem 37,65 g

Fazit: Der Protektor erfüllt seine Funktion und erzielt einen guten Schutz für den Piloten.
Wurde der Retter ausgelöst, dann ist wiederum ein primärer Sturz auf den Rücken wegen der hohen Aufhängung der Verbindungsleine sehr unwahrscheinlich.



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